Instrumente
Die Altersstrukturen, die Arbeitsanforderungen, aber auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Handlungsvoraussetzungen unterscheiden sich von Betrieb zu Betrieb. Zugleich handelt es sich bei älteren Beschäftigten um eine sehr heterogene Gruppe. Von daher stellen sich die Herausforderungen, aber auch Chancen, die mit Alternsprozessen einhergehen, für jeden einzelnen Betrieb wie für jeden einzelnen Beschäftigten sehr unterschiedlich dar. Bevor Unternehmen aktiv werden, um die Beschäftigungsfähigkeit älterer Mitarbeiter zu fördern, bedarf es einer gründlichen Analyse der jeweils spezifischen betrieblichen Ausgangssituation.
Im Folgenden stellen wir Analyseinstrumente vor, die im Projekt LagO (weiter-)entwickelt und erprobt wurden.
Die Instrumente wurden gemeinsam mit Betriebspraktikern vor Ort getestet. Sie sind einfach zu handhaben und können, ohne dass externe Experten hinzugezogen werden müssen, von betrieblichen Fachkräften, Personalverantwortlichen und Arbeitsgestaltern angewendet werden.
Anleitung zur Altersstrukturanalyse
Eine Altersstrukturanalyse zeigt die aktuelle Altersstruktur der Belegschaft und deren erwartungsgemäße Entwicklung in der Zukunft auf. Sie kann einen guten Einstieg bieten, um mögliche, mit dem Altersstrukturwandel verbundene personalpolitische Probleme im Unternehmen zu diskutieren.
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Checkliste zur Gestaltung altersgerechter Arbeitsbedingungen
Die Checkliste dient dazu, sich einen ersten Überblick über die unterschiedlichen Handlungsfelder altersgerechter Arbeits- und Personalpolitik zu verschaffen und möglichen Gestaltungsbedarf im Unternehmen zu erkennen. Die Checkliste ist ein Instrument zur Selbsteinschätzung.
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Leitfaden für Erstgespräche mit Betriebspraktikern
Durch ein leitfadengestütztes Expertengespräch mit einem oder mehreren Betriebspraktiker/n können sich externe wie auch interne Arbeitsgestalter oder Organisationsberater erste grundlegende Informationen zu den Arbeitsbedingungen und zu Ansatzpunkten altersgerechter Arbeitsgestaltung in einem Unternehmen oder in einer Abteilung verschaffen. Zugleich dient es einer Bestandsaufnahme schon praktizierter Ansätze. Über die Informationsgewinnung hinaus können die Gespräche eine Sensibilisierung der Gesprächspartner zum „Altersthema“ bewirken.
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Fragebogen zur Durchführung einer Mitarbeiterbefragung „Gesundes Arbeiten“
Mit einer Mitarbeiterbefragung können Arbeitsbedingungen und -belastungen, der Gesundheitszustand der Beschäftigten sowie sinnvolle Gestaltungsansätze aus der Mitarbeiterperspektive und im Generationenvergleich auf einer breiten empirischen Basis erhoben werden. Der von uns verwendete Fragebogen „Gesundes Arbeiten“ basiert in weiten Teilen auf der MitarbeiterInnenbefragung von KMU-vital, dem Programm für gesunde Betriebe von Gesundheitsförderung Schweiz (www.kmu-vital.ch). Er wurde um einige eigene Fragen erweitert und ergänzt um Items aus der Erhebung „Was ist gute Arbeit?“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA).
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Leitfaden zur Arbeitsplatzbeobachtung "55 plus"
Mit dem Leitfaden zur Arbeitsplatzbeobachtung werden die Arbeitsbedingungen vor Ort in Augenschein genommen und einer Bewertung entlang der Kategorien "alterskritisch", "verbesserungsfähig" oder "unkritisch" unterzogen. Die Ergebnisse liefern Hinweise, in welchem Umfang und in welchen Handlungsfeldern Gestaltungsbedarf für einen adäquaten Einsatz von im Unternehmen beschäftigten älteren Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen besteht.
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Leitfaden zur Durchführung von Perspektivengesprächen mit älteren Beschäftigten
Beim Perspektivengespräch handelt es sich um ein persönliches Gespräch zwischen Personalverantwortlichem und Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterin. Es sollte mit allen Beschäftigten eines Unternehmens durchgeführt werden, die ein bestimmtes Alter – z.B. 50 oder 55 Jahre – erreicht haben. Dabei steht nicht die Frage ihres Berufsaustritts im Vordergrund. Vielmehr geht es in dem Gespräch darum, die aktuelle Arbeitssituation der älteren Mitarbeiter zu überprüfen, berufliche Entwicklungsperspektiven auszuloten und Möglichkeiten eines gesünderen Arbeitens bis in die Rente zu unterstützen.
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Workshop-Konzept „Gesünder arbeiten"
Das praxiserprobte Konzept dient als Orientierungs- und Planungshilfe bei der Durchführung betrieblicher Workshops zum Thema „Gesünder arbeiten bis zur Rente“. Der Workshop richtet sich an Beschäftigte sowie an Führungskräfte und Fachkräfte für Arbeitsschutz und betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Zusammenhänge zwischen Arbeit, Altern und Beschäftigungsfähigkeit sollen gemeinsam ‚aufgedeckt‘ werden und in der (Ideen-)Entwicklung von praktikablen Lösungen münden.
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Maßnahmenkatalog zur altersgerechten Anpassung von Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung
Der Maßnahmenkatalog beinhaltet eine Liste mit konkreten Ansatzpunkten zur altersgerechten Anpassung von Arbeitsplätzen und Arbeitsumgebung. Führungskräfte und Fachkräfte des Arbeitsschutzes finden hier zahlreiche Anregungen für eine ergonomische Gestaltung.
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Work Ability Index (WAI) / Arbeitsbewältigungsindex
Der WAI ist ein validiertes Instrument zur Erfassung der individuellen Arbeitsfähigkeit. Mögliche arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken können anhand der Messwerte frühzeitig erkannt, geeignete Maßnahmen eingeleitet und den Risiken einer nachlassenden Arbeitsfähigkeit entgegengewirkt werden.
Download: WAI-Fragebogen mit Erläuterungen zur Handhabung und Auswertung








